Worauf achten bei der passenden Führerschein-Finanzierung?

Die richtige Führerschein-Finanzierung finden

Auf dem Weg zur Eigenständigkeit spielt ein Führerschein für viele junge Menschen eine große Rolle, denn Mobilität kann zu einem gewissen Grad mit Freiheit gleichgesetzt werden. Auf niemanden angewiesen zu sein, wenn es darum geht von A nach B zu kommen, macht vieles einfacher. Den Führerschein finanzieren – und das aus eigener Tasche – können die meisten Fahranfänger jedoch nicht. Aber was tun, wenn das nötige Kleingeld fehlt und man nicht darauf hoffen kann, dass Eltern oder Großeltern bei der Führerschein-Finanzierung helfen? Es gibt verschiedene Wege, mit einem Kredit Fahrschulgebühren, Fahrstunden und Prüfung zu bezahlen. Wir zeigen dir, welche Kreditarten sich für die Führerschein-Finanzierung eignen und welche Vor- und Nachteile du beachten solltest.

Mit einem Dispokredit den Führerschein finanzieren?

Anfallende Führerscheinkosten über den Dispokredit deines Girokontos zu decken, ist meist keine gute Idee. Mit Blick auf die Gesamtkosten solltest du beachten, dass die Zinsen beim Dispokredit deutlich höher sind als bei anderen Finanzierungarten. Auch wenn dieser Kredit für den Führerschein nicht extra beantragt werden muss und schnell verfügbar ist, eignet er sich nicht, um die ganze Führerschein-Finanzierung damit zu decken. In Notsituationen, also bei finanziellen Engpässen, in denen du den Dispokredit deines Girokontos brauchst, steht dir dieser nicht zur Verfügung, wenn du damit zeitgleich deinen Führerschein finanzierst.

Rahmenkredit für Führerschein-Finanzierung

Ein Rahmenkredit kann da die bessere Alternative sein: Willst du für deine Führerschein-Finanzierung mit einem Rahmenkredit abdecken, vereinst du mit deiner Bank einen bestimmten Kreditrahmen. Danach kannst du – je nach Bedarf – Geld, z.B. für Fahrstunden oder Prüfungsanmeldungen, von einem separaten Konto abheben. Anfallende Zinsen musst du dann nur für den Betrag des Kreditrahmens zahlen, den du auch tatsächlich in Anspruch genommen hast. Dies bietet sich vor allem an, weil zu Beginn meist nicht absehbar ist, wie viele Fahrstunden benötigt werden. Nachteil ist, dass die Zinsen bei einem Rahmenkredit variabel sind. Das bedeutet, dass sie auch während der Kreditlaufzeit steigen können und nicht wie beim Ratenkredit von vornherein festgelegt sind.

Bei der Fahrschule eine Ratenzahlung vereinbaren

In manchen Fällen ist es auch möglich, direkt mit der Fahrschule eine Ratenzahlung zu vereinbaren. Dies können individuelle Abmachungen sein, bei denen eventuell keine Zinsen gezahlt werden müssen. Dabei ist es wichtig, dass die vereinbarten Konditionen schriftlich festgehalten und von dir und einem Vertreter der Fahrschule unterzeichnet werden. Damit verhinderst du, dass nachträglich mehr Geld von dir verlangt wird oder Zinsen in Rechnung gestellt werden, von denen zuvor keine Rede war. Lehnt man diese Möglichkeit einer schriftlichen Vereinbarung bei deiner Fahrschule ab, solltest du vorsichtig sein und dich auf rein mündliche Absprachen nicht verlassen.

Teilweise ist es auch der Fall, dass Fahrschulen und Kreditinstitute wie Banken in Kontakt stehen. Die Fahrschule leitet dich dann an eine Bank weiter, mit der sie im Normalfall zusammenarbeitet und dort wird dir dann eine spezielle Führerschein-Finanzierung angeboten. Nachteil dabei: du erhälst dort nur ein Angebot und kannst nicht zwischen verschiedenen Auswahlmöglichkeiten abwägen und dich für das beste Kreditangebot zur Führerschein-Finanzierung entscheiden.

Der Ratenkredit zur Führerschein-Finanzierung

Ein Ratenkredit funktioniert wie folgt: Du vereinbarst mit der Bank die Kreditsumme, die dir sobald der Kredit genehmigt wird, zur Verfügung steht. In monatlichen Raten wird dann über eine bestimmte Laufzeit das geliehene Geld zurückgezahlt, zuzüglich Zinsen, die von Bank zu Bank und Kredit zu Kredit leicht variieren können. Du solltest dir zuvor verschiedene Angebote einholen und diese miteinander vergleichen, um den besten Führerschein-Kredit für dich zu finden.

Eine Alternative zur Bank sind Online-Kreditinstitute, die beispielsweise P2P-Kredite vermitteln. Peer-to-peer-Kredite sind eine Form der Fremdfinanzierung, bei der private Anleger die Kredite anderer Personen finanzieren und dafür eine Rendite erhalten. Der Vorteil einer solchen Führerschein-Finanzierung: Bei Online-Kreditanbietern erhalten auch Menschen einen Kredit, die bei einer Bank aufgrund einer nicht optimalen Bonität oder aus anderen Gründen als weniger kreditwürdig eingestuft werden.

Welche Punkte bei der Führerschein-Finanzierung beachten?

Es gibt einige Punkte, auf die du beim Aufnehmen eines Kredites für deinen Führerschein achten solltest:

  • Achte auf günstige Konditionen: Aspekte wie Zinshöhe und Kontoführungsgebühren vergleichen.
  • Vereinbare eine geeignete Kreditlaufzeit. Diese wirkt sich auf die Ratenhöhe aus, deswegen solltest du dir überlegen, ob dir eine längere Laufzeit mit kleineren Raten besser passen, oder ob du den Kredit mit größeren Raten aber dafür deutlich schneller zurückzahlen willst und kannst.
  • Passende Kreditsumme festlegen: Überlege dir vorher, wie viel Geld du zur Führerschein-Finanzierung benötigst und vereinbare dementsprechend eine passende Kreditsumme.
  • Beachte, ob bei dem aufgenommenen Kredit Sonderzahlungen möglich sind, mit denen sich dein Kredit schneller tilgen lässt. Achtung: Bei manchen Banken fällt für Sonderzahlungen eine Vorfälligkeitsentschädigung an.